Nachtrag I: Der Maie brachte dreie

Graubraune Kleinsilber, vier Tage alt

Graubraune Kleinsilber, vier Tage alt

Ups. Da war der Sommer plötzlich vorbei. Wie im Fluge. Und es gab alle Hände voll zu tun. Die letzte Meldung hier ist ja schon ein Weilchen her und danach ging es richtig los. Im Mai gab es dann plötzlich drei Würfe auf einmal, nachdem so lange gar nichts passierte. In der Zwischenzeit habe ich es gerade einmal geschafft, die Zwischenstände in dem Anfang des Nachwuchs-Kapitels zu verarbeiten. Drei Würfe also: Erst drei, dann vier, dann sieben kleine Kaninchen. Ich glaube, dass so etwas immer etwas Besonderes bleiben wird, auch wenn es irgendwann fast schon zur Routine gehört. Allerdings wurden wir vom Schicksal auch gleich ziemlich hart drangenommen. Auch unsere vierte Dame war quasi zeitgleich mit den anderen schwanger, wobei aber alles schief ging. Es endete damit, dass ein ziemlich großes Jungtier tot im Stall lag und sie den Rest des Wurfes nicht herausbekam. Wie man so sagt: Sie ist bei der Geburt gestorben. Ob die Jungen schon kurz vor der Geburt tot waren oder aber schlicht schon zu groß, um auf natürlichem Weg herauszukommen, konnten wir leider nicht mehr in Erfahrung bringen.

Und auch vom zahlreichen Nachwuchs schaffte es nur knapp die Hälfte über die kritische Phase der Umstellung von der Muttermilch auf feste Nahrung. Womöglich zu viel Grünes, das im Frühling so verlockend war, gepaart mit Erregern, die angesichts dessen, dass doch viele Tiere von vielen Orten anfangs bei uns landeten, schlicht zu zahlreich waren. Da half dann alle Anstengung nicht.


Doch umso besser entwickelten sich die anderen Jungtiere. Sie sind inzwischen schon ziemlich groß und entwickeln sich inzwischen prächtig – selbst der Winzling aus dem größten Wurf hat alle anderen schon eingeholt. Für uns brachte die ganze Sache aber die Leere mit sich: Der Nachwuchs bekommt eine ganz klare Diät. Erstmal nur Heu, dann etwas Trockenfutter und gelegentlich etwas Zwieback als Leckerei.

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